Es sind alles Arbeiten, die einen inneren Zustand, ein Verfaßtsein darstellen. Sie geben einen seelischen Zustand wieder, den ich experimentell mit dürftigen Mitteln umschreibe. Rückblickend kann man feststellen, dass sie die spätere Sicht auf die Malerei vorbereiteten.

sitze im Sand
mit Bodenhaftung
aber schwebe fliege
dabei
Aug 17
stelle dich in den mittelpunkt.
nehme dich nicht so wichtig.
statt zu fragen,
wo die wahrheit liegt




Sieben Tage eines Menschenlebens
Ein Zimmer im Turm
eines Museums für Gegenwartskunst
abseits des Betriebes von und mit Kunst
äußerst sparsam
aber bequem möbliert
Tisch . Seesel . Bett . Schrank . ein
paar Regale . ein paar Pflanzen .
anbei Toilette und Waschgelegenheit . ein-
fach aber geschmackvoll
mit einem herrlichen Ausblick
Das Zimmer ein Angebot
für Jeden
eine Woche lang dort zu leben allein und
zurückgezogen hinter verschlossener
Tür. Essen
wird dreimal täglich gebracht
Handtuch . Seife . Toilettenpapier. Bett-
zeug wird gestellt . ebenso ein
kleiner PC um zu
notieren was in den Sinn kommt
Ein Vertrag regelt die Kosten
für die Einquartierung (200,- DM?)
verbietet Dinge mitzubringen
(Bücher Notizen Disketten…) und verbietet
Dinge mitzunehmen am
Ende der Zeit
gewährt die Niederschrift von Gedanken
sie zu löschen oder dort
nach sieben Tagen zu hinterlassen ansonsten
zu hinterlassen das Zimmer im Turm so
wie man es vorgefunden hat
Das Geschriebene
sofern überhaupt vorhanden
wird später in einem anderen
kleinen Raum einsehbar sein
oder es wird nichts
sofern nichts Geschriebenes vorhanden
zu sehen sein
außer einer kurzen Information
und ein paar Fotos
vom Zimmer im Turm
Berlin/Jan97













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