Einführung

In dieser Zeit zu malen ist so eine Sache. Bilder gibt es bereits in grenzenloser Menge. Der endlose Ausstoss medialer Reize stellt sie unablässig in den Mittelpunkt.

Thema der Malerei ist seit jeher das Sehen. Eigentlich. Da wir mittlerweile ahnen, was ein exzessives Sehen beim allgegenwärtigen Zurschaustellen anrichtet, steht (auch) die Malerei in Frage. Kann sie Antworten finden oder – etwas bescheidener formuliert – kann sie die Frage zuspitzen auf den Kern des Fragwürdigen?

Es ist so eine Sache, und gar nicht ausgemacht, ob das Malen noch Sinn ergibt. Hat sie in der heutigen Zeit noch etwas zu sagen? Oder gehört die Malerei vielleicht längst schon zum Dekor des Zurschaugestellten?


Zeitreise I – IV


Somabeong | 2013 | 250×250 cm