das Verhältnis zur Welt als Antrieb für das Verhältnis zum Bild.
Sich entschieden zur Welt zu verhalten, ist noch lange nicht selbstverständlich. Wo stehe ich? Was tue ich? Diese Fragen sind dem privaten Rahmen entwachsen. In den letzten 50 Jahren sind sie stetig drängender geworden, weil ihr Einfluß weit über das Persönliche hinaus geht. Wir lernen jeden Tag dazu, die Zusammenhänge komplexer zu verstehen. Daraus resultierende Konsequenzen werden immer klarer formuliert. Schlagworte wie Autonomie und Freiheit erhalten andere, ungewohnte Bedeutung.
Weil dennoch viel zu wenig und viel zu langsam sich ändert, entsteht ein Zustand der „unbeteiligten Zurschaustellung“. Die Folgen treffen unmittelbarer und körperlicher, und zunehmend bedrohlicher auf unser Leben. Die Malerei, die eigentlich ganz anders sein will als „das Leben“, ist davon nicht ausgenommen.

Aus dem Befund ergaben sich zwei Werkgruppen mit Untersuchungen. In den 1990er Jahren gehen die Arbeiten der Frage nach „Wie ändert sich etwas?“ Was ist das für ein Ort, wo der Maler steht oder stehen könnte? Daraus entstanden konzeptuelle Werke, Objekte, Raumarbeiten, Texte und Videos. weiter zu II
Die zweite Gruppe beginnt in den 2000er Jahren und kristallisiert sich seit den 2010er Jahren immer deutlicher heraus. Es geht um das Verhältnis des Malers zur Malerei und zum Bild. Was ist das für eine Tätigkeit, die auf einer Leinwand geschieht. Was wird auf einem Bild sichtbar? weiter zu IV


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