III
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Die letzten Jahre bin ich dazu übergegangen, einen Großteil der Werke nach Beendigung der Arbeit im Verborgenen zu lassen. Sie sind zwar noch da, sie sind sogar im selben Raum – also nicht weggeräumt, nicht zerstört oder überstrichen – aber um das Bild ist eine zweite Leiwand gespannt, auf der ein anderes Bild zu sehen ist.

Nichts, weder die Ränder noch ein anderes Detail weisen bei der Betrachtung auf eine darunter liegende Arbeit hin.
Das Aufklappen oder Umdrehen des Bildes ist nicht möglich. Lediglich Fotografien dokumentieren das verborgene darunterliegende Bild.


Das an der Wand hängende Bild erzählt von dem anderen Bild nichts. Im realen Raum ist das andere Bild (nur) als nicht zu sehende Gegenwart da.
Die Werkgruppe behandelt in kleinen (55 x 55 cm), mittelgroßen (105 x 105 cm) und großformatigen (200 x 200 cm) Bildserien Porträts von geflüchteten Menschen, auf der Flucht oder im Aufnahmeland angekommen. Vorlage sind jeweils aus dem Internet recherchierte Fotografien. Bei der Arbeit an den Porträts waren die porträtierten Personen nicht anwesend.
Werke seit 2009 Malerei . Bild . Text
Werke vor 2009 Anfänge






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